Bewegungspädagogische Raumkonzepte nach LOQUITO-Art in Sporthalle und Sportmehrzweckraum

Fachberatung, Sportraumplanung und Realisierung aus einer Hand

Action an der Bewegungsbaustelle im Sportraum der Kita

Action an der Bewegungsbaustelle im Sportraum der Kita

Hagedorn ist ein kleines, feines Unternehmen, das sich auf bewegungspädagogische Raumkonzepte für die Bauplanung (Neubau, Umbau, Erweiterungsbau) von Turn-, Spiel- und Sporthallen sowie Sportmehrzweck­räumen spezialisiert hat. Dazu weitet Hagedorn die rein sportorientierten Raumfunktionen aus und ver­bindet die Bewegungsanlässe. Unter Bewegungsanlässen sind alle turnerischen Bewegungshandlungen des Schwingens, Schaukelns, Kletterns, Balancierens, Drehens, Fliegens, etc.. zu verstehen. Erst durch die spezifische Anordnung der Sport-Einbaugeräte ergibt sich ein Zusammenspiel der Wand-, Decken- und Bodeninstallationen. Dadurch entsteht ein Ensemble, das etwas besonderes darstellt und Lehrer wie Schüler, Erzieher wie Kinder zum Organisieren von komplexen Bewegungsanlässen geradezu auffordert.


Herkömmliche Sporthallen für Sportspiele, Turnen und Mehrzwecknutzung orientieren sich meist an den Maßgaben für die wettkampfmäßige Nutzung nach dem Bestimmungen der Sportfachverbände. Das hat in der Regel den entscheidenden Nachteil, dass der tatsächliche Bedarf der Nutzer (speziell im Bereich von Förderschulen) sich in solchen Konzepten oftmals nicht wiederfindet. Der Bedarfswandel vom reinen Sportarten-Schema hin zu ganzheitlich, multifunktionalen Raumsystemen, z. B. mit viel­fältig umgestaltbaren Turngeräten innerhalb der Wand-, Decken- und Bodeninstallationen, lässt sich mit standardisierten DIN Sporteinbauplänen der Architekten und Objektausstatter nicht darstellen. Die Wünsche der Nutzer spielen daher viel zu oft eine nur untergeordnete Rolle.

Sportraumkonzepte von Hagedorn beziehen den Wandel der motopädagogischen Nutzungserwar­tungen an Raumfunktionen in die Planung mit ein und orientieren sich an dem reformpädagogischen Konzept des „Natürlichen Turnens“ (K. Gaulhofer, M. Streicher) und dem daraus resultierenden sport­didaktischen Ansatz der „Bedeutungsgebiete“ (G. van Driel, A.-H. Trebels).

Im Mittelpunkt der Sportraumplanung stehen turnerische Bewegungssituationen, die Kindern, Schü­lern und Erwachsenen die Chance eröffnen, für sich sinnvolle „motorische Bedeutungen“ zu ermitteln. Dazu weitet Hagedorn die für ein Bauvorhaben relevanten Sporteinbaupläne zu natürlichen Bewe­gungslandschaften aus, auf die sich das Turnen sinnvoll übertragen lässt, z. B. mit den Bewegungs­handlungen des Schwingens, Springens, Fliegens, Kletterns und Balancierens. Durch die pädagogisch gestaltete (modellierte) Anordnung von z. B. Schaukelringe- und Tauanlagen, Gitterleitern, Sprossen­wänden und Reck-/Barrenanlagen eröffnet sich den Nutzern eine ganz neue Perspektive: Kinder, Schü­ler und Lehrer gestalten ihre Bewegungsanlässe selbst, statt vom Formenreichtum dieser Bewegungen durch standardisiert eingebaute (garnierte) DIN-Einbaupläne ausgeschlossen zu werden.

Im Vordergrund steht die Bewegungslust, nicht die Bewegungsform.

Veränderte Bewegungsbedürfnisse, differenzierte Nutzungserwartungen und der sich verschiebende Raumbedarf (hin zu kleineren Sporthallentypen mit geringeren Deckenhöhen) – vor allem aber die Problemsituation, dass viel zu oft eine Architekturplanung verwirklicht wird, bei der das reine Funktio­nieren einer DIN-Geräteausstattung als primär kostenminimierende Lösung zum Einsatz kommt, kenn­zeichnen den Rahmen im Sporthallenbau.

Während die herkömmliche Sporthallenarchitektur noch immer auf die wettkampfmäßige Nutzung der Sportfachverbände konzentriert ist, rückt bei den Nutzern heute zunehmend auch der Wunsch nach innovativen Raum- und Gerätesystemen für multifunktionale Gerätestationen in den Vorder­grund – im Förderschulbereich vorwiegend am Sportartenkonzept des „Natürlichen Turnens“ orien­tiert. Sportlehrkräfte für Schüler mit besonderem Förderbedarf möchten nicht im Umfeld einer stan­dardisierten Ein-, Zwei- oder Dreifeldsporthalle für Wettkampfspiele nach DIN 18032 unterrichten, sondern in einer Halle für einen abenteuer- und erlebnisorientierten Bewegungsunterricht, der auf wagnishaftes und experimentelles Turnen, Spielen und Bewegen ausgelegt ist. Eindeutige Priorität besitzt deshalb die Entwicklung von Sporträumen, die als „Gesamt-Ensemble“ das Zusammenspiel der unterschiedlichen Installationen berücksichtigen und Kinder, Schüler und Lehrer zum Organisieren von komplexen Bewegungsanlässen geradezu auffordern. Dieser bewegungspädagogische Planungs­ansatz konnte inzwischen in vielen Neubau-, Umbau- oder Erweiterungsbaumaßnahmen umgesetzt werden.

Die Komplexität dieser Gestaltungsaufgaben (oder Neuausrichtung der Bauplanung im Rahmen beste­hender Projekte) setzt ein teilweise grundlegendes Umdenken bei Architekten, Bauherren und Trägern von Sporthallen voraus, das erfahrungsgemäß nur durch qualifizierte Beratungsangebote von außen eingeleitet und unterstützt werden kann – möglichst noch bevor konkrete Bauplanungen beginnen.

Eine planungsunterstützende Fachberatung im Vorfeld konkreter Bauplanungen ist der Schlüssel für eine nachhaltige Verbesserung der Bewegungsvielfalt in Sporthallen und -räumen. Deshalb geht die Planung einer bedarfsorientierten Spiel- und Bewegungsumwelt – im Einklang mit den pädagogischen Projektanforderungen der Nutzer – immer von dem Versuch aus, ein Gleichgewicht zwischen folgen­den Einflussfaktoren herzustellen:

  • die bewegungspädagogischen Anforderungen und Nutzungserwartungen an die Raumfunktionen (für normfreies, natürliches Turnen)
  • die sportartspezifischen Spiel- und Bewegungsinteressen des normgebundenen Sportartenkanons (für breitensportliches Turnen, Ballspielen, … etc.)
  • die aktive Beteiligung und rückhaltlose Mitsprache der Nutzer an der Planung und Realisierung ihrer Sporthalle oder Sportmehrzweckraums

Kernziel der Planungs- und Beratungsangebote ist stets die Förderung von Flexibilität, Individualität und Entfaltung gegenüber der Normierung und dem bloßen „Funktionieren“ einer nach DIN 18032 geplanten Sporthalle. Dabei sollen keine abgehobenen Idealkonzepte, sondern praxisnahe Optimal­lösungen erreicht werden.

Raumprojekte, die in Abhängigkeit eines zur Verfügung stehenden Budgets umgesetzt werden sollen, werden so geplant, dass zumindest wesentliche Zielvorstellungen erreicht oder sich Teilziele mit aus­gewählten Anforderungen umsetzen lassen. Raumkonzepte von Hagedorn sind immer darauf ausge­richtet, ein schlüssiges Gesamtkonzept darzustellen.


Durch die bewegungspädagogische Modellierung der Installationen entsteht ein Gesamt-Ensemble für vielfältige Bewegungsformen des „Freien Turnens“, ohne die wettkampfgemäße Ausrich­tung der Sporthalle nach Maßgaben der Sport­fachverbände zu vernachlässigen. Mit LOQUITO-Multischaukeln, LOQUITO-Hochsteg und LOQUITO-Mehrzweckbarren-Anlage. Die Aktions­zonen lassen sich untereinander verbinden und alle Einbaugeräte gleichzeitig nutzen.

Einzelhalle 16 x 27 m, Schule Campus Klarenthal, Wiesbaden

Einzelhalle 16 x 27 m, Schule Campus Klarenthal, Wiesbaden

Modellbeispiel für ein fachpädagogisch geplantes Raummodell mit perfekt aufeinander abgestimm­ten Decken-, Wand- und Bodenelementen. Das ermöglicht uneingeschränkte Bewegungshand­lungen im freudvollen Wechsel zwischen den Installationen. Alle Geräte können zur selben Zeit genutzt werden.

Sport-Mehrzweckhalle 12 x 19 m, Sophie-Scholl-Schule Wetterau, Bad Nauheim

Sport-Mehrzweckhalle 12 x 19 m, Sophie-Scholl-Schule Wetterau, Bad Nauheim

Bewegungspädagogische Raumplanung für den Umbau einer Sporthalle an der TU Braunschweig. Durch das neuartige Zusammenspiel der Installationen entsteht ein Raumkonzept, das den Ansprüchen einer zeitgemäßen Sportlehrer­ausbildung gerecht wird. Traditionelle Übungspro­gramme des normorientierten Schul- und Vereinssports sind mit den motopädagogischen Erwartungen an die Raumgestaltung verknüpft.

Sporthalle an der TU Braunschweig

Sporthalle an der TU Braunschweig


Zur Aufnahme von Lasten, die sich aus der pädagogisch motivierten kreativen (Um-)Nutzung von Tau- und Schaukelringeanlagen ergeben, werden für den Deckenbereich stabile Rohrträgerkonstruktionen für Einpunkt-, Parallel- und Mehrpunktschaukeln für über DIN-Norm liegende Lastannahmen angeboten. Noch ergänzt mit turnerischen Geräteprogrammen (LOQUITO®, CUBITO®, LAMAGICA®), die Hagedorn seit 30 Jahren auf Grundlage der Original-Bewegungsbaustelle nach Klaus Miedzinski entwickelt, produziert und vertreibt, lassen sich Neubauhallen ebenso wie traditionell ausgestattete Bestandssporthallen mit den innovativen Bewegungsansätzen psychomotorischer und motopädagogischer Anforderungen an Raumfunktionen perfekt verknüpfen.

LOQUITO-Deckengerät für Einpunktschaukeln

Innovatives LOQUITO-Deckengerät für vielfältige Bewegungserfahrung an Einpunktschaukeln, z. B. für „Reifenschaukel“, „Rundlauf“ und „Kettenflieger“. Die zentrale Schaukel fügt sich optimal in das Geräte­ensemble ein, sodass die übrigen Aktionszonen nicht vom Schaukelradius überdeckt werden.

„Kettenkarussell“ für vier Mitspieler

Das innovative „Kettenkarussell“ eignet sich für vier Mitspieler. Die Konstruktion hält dynamischen Belastungen von bis zu 1000 kg stand.

LOQUITO-Multianlagen unterhalb von Deckenbindern

LOQUITO-Multianlagen unterhalb von Decken­bindern für Sporthallen mit bewegungspädagogi­scher Ausrichtung. Bewegungsanlässe lassen sich zu „Partnerschaukeln“ verbinden oder zum „Balancier­steig“ ausweiten. Als Ergänzung für normgerechtes Schulturnen ist eine regelrechte Schaukelringe-Anlage mit flexiblen Hanfseilen und schwingender Achse eingebaut worden.

Installationen „Reck/Ringe“ für Balancier- und Klettersteige

Das Zusammenspiel der Installationen „Reck/Ringe“ ermöglicht Balancier- und Klettersteige in unterschiedlichen Längen und Höhen.


Auch im Segment der Kindergärten profitieren Bauherren und Nutzer von Hagedorn, indem Raummodelle von vornherein bewegungspädagogisch geplant, umgebaut oder erweitert werden. Die meist üblichen baulichen Anforderungen an die Gestaltung standardisierter Bewegungsräume – oft mit herkömmlichen Fixpunkten an Schienensystemen im Deckenbereich – werden zugunsten stabiler LOQUITO-Schaukelrohr­konstruktionen nach DIN 18032 aufgelöst, die Hagedorn ebenso in Sporthallen verbaut. Das ermöglicht einen abenteuerorientierten, außerhalb üblicher Normvorstellungen liegenden Bewegungsunterricht auch im Kindergarten – mit extra hohen Lastannahmen von bis zu 1000 kg, damit stets auch Erwachsene mitspielen können: Für „Schwingende Wände“, „Fliegende Teppiche“ oder „Rotierende Kettenflieger“. Auch das pädagogische Prinzip zur Verbindung der Bewegungsanlässe setzt Hagedorn in Bewegungsräumen um und berücksichtigt dabei noch zusätzlich die Spielplatznorm DIN EN 1176 (Sicherheit auf Spielplätzen). Diese Praktik erfüllt somit alle Anforderungen an eine zeitgemäße und entwicklungsfördernde Gestaltung der Installationen sowie deren sichere Nutzung.

Kita Faustina, Rheinzabern

Modellbeispiel einer stabilen und optimal auf die in­dividuellen Raummerkmale abgestimmten LOQUITO-Schaukelanlage unterhalb des Dachtragwerks an zwei Holzbindern (alternativ unterhalb Betondecke). Bestehend aus einer Primäranlage für „Schaukeln“ sowie ergänzenden Einzelrohren für Partnerschau­keln nach „Kükelhaus“ oder Bewegungsthemen des Kletterns, Hangelns und Balancierens. Kita Faustina, Rheinzabern

Schaukelrohre mit gespanntem Netz im Kindergarten

Wenn die Planung der Schaukelrohre fachpädago­gisch erfolgt, sind die Möglichkeiten zur Verbindung der Bewegungsanlässe vielfältig. Hier mit gespanntem Netz aus der Gerätesammlung des Kindergartens.

Raumkonzepte von Hagedorn sind darauf ausgerichtet, ein schlüssiges Gesamtkonzept darzustellen, egal, ob Ihr Budgetrahmen klein oder groß ist. Die spezifische Anordnung der Deckengeräte ermöglicht Einpunkt-, Parallel und Mehrfachschaukeln. Hagedorn hat das pädago­gische und technische Know-How dafür.

Kita Eielstädt, Bad Essen

Kita Eielstädt, Bad Essen

Für Bewegungsaktivität in unterschiedlichen Ak­tionsebenen stellen Galeriezonen mit (Absprung-)­Plattformen in der zweiten Raumebene eine Lösung zur Nutzbarmachung von ansonsten nicht für Bewegungsaktivität geeigneten Raumseiten dar. Mit Schlingengang, Trapez- und Bankbrücke lässt sich der Eingangsbereich kreativ erweitern oder einfach überbrücken. Die Verbindungen können niedrig, mittelhoch oder hoch eingehängt werden.

Kita Schwalbennest, Edemissen

Kita Schwalbennest, Edemissen

Ein „Wandgang" in der luftigen Höhe der dritten Raumebene mit „Brücke“ zum Überqueren der Halle erweitert die nutzbare Bewegungsfläche enorm, schafft mehr Spielwert und entfaltet innerkörperliche Bewegungsprozesse für selbst­bestimmte Handlungsfähigkeit.

„Wandgang“ mit „Brücke“

„Wandgang“ mit „Brücke“

Die Plattformen werden mit Kästen, Bänken oder Leitern erobert.

Plattformen werden mit Kästen, Bänken oder Leitern erobert

Hagedorn arbeitet im Objektbereich mit dem renommierten Traditionsunternehmen BENZ-Sport (Gotthilf BENZ GmbH) zusammen und hat gemeinsam mit dem Oldenburger Architekten Jürgen Koch – einer der maßgeblichen Initiatoren des Zukunftmodells „Turn-Mehrzweckhalle“ – den neuen Raumtyp „Turnhaus“ als modulares Raumsystem der Bewegungsbaustelle entworfen, in dem sich der Nutzer in vielfältigen Bewegungsformen und einem „humanökologischen“ Ambiente erproben kann.

Basistyp der Turn-Mehrzweckhalle

Basistyp der Turn-Mehrzweckhalle

Kombinationstyp Gymnastikhalle + Kinderturnhalle

Kombinationstyp Gymnastikhalle + Kinderturnhalle

 

LOQUITO-Sportraumplanung

 

Wenn Sie den Gedanken neuer Bewegungsräume unterstützen wollen und ein zukunftsgerichtetes, bewegungsförderndes Raumkonzept für kleine oder große Hallen planen, dann bieten wir Ihnen gern unseren persönlichen Planung- und Bera­tungsservice an.

Unsere Leistungen betreffen Baumaßnahmen für Sporthallen, Sportmehrzweck- und Bewegungs­räume, sind stets Grundlage und Voraussetzung für die Ausführungsplanung (gegenüber bauseitig beteiligten, externen Planungsbüros) und stellen insofern einen kleinen, aber entscheidenden Teil Ihrer Bauplanung dar.

Ein Anruf genügt, um den (Bau-)Stein ins Rollen zu bringen…

LOQUITO
CUBITO
LAMAGICA