Das Konzept der Bewegungsbaustelle

 

Die Möglichkeiten zu denken,
kommen aus dem Mut zum Handeln!

Peter Hagedorn

Kinder versuchen von sich aus ihren Lebensraum zu entdecken und zu erobern – wenn man sie nur lässt. Dabei lernen sie Risiken abzuschätzen, erkennen physikalische Gesetze und bauen auf Ihren Erfahrungen auf. Mit zunehmender Eingrenzung der kindlichen Erlebniswelt durch die voranschreitende Verengung des Wohnumfeldes, den wachsenden Individualverkehr und die Funktionalisierung von städtischen Bereichen ist das durch den natürlichen Bewegungsdrang motivierte Toben und Spielen auf Wiesen und Bäumen und das damit einhergehende kreative Lernen in heutiger Zeit geradezu ein Privileg geworden. Die Bewegungsmöglichkeiten auf öffentlichen Spielplätzen sind sehr bald erkundet. Schulsport verläuft zumeist nach von Erwachsenen festgelegten Richtlinien, welche Kinder eher unter Leistungsdruck stellen, anstatt Ihnen Freiraum für die Entwicklung eigener Impulse zu lassen.

 

Warum sollen Kinder ihre Spielplätze nicht selber bauen und im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten kontinuierlich erweitern? Diese theoretische Fragestellung setzte die „Frankfurter Arbeitsgruppe“ 1978 - 1981 unter der Leitung von Prof. Gerd Landau mit dem Konzept „Offener Sportunterricht“ in die Praxis um und prägte in diesem Zusammenhang erstmals den theoretischen Begriff „Bewegungsbaustelle“. Der Braunschweiger Sportpädagoge Klaus Miedzinski füllte ab 1980 die Theorie in langjähriger Praxisarbeit mit Inhalt und gilt daher als ihr Erfinder. Miedzinski setzte die Bewegungsbaustelle unter dem Leitgedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“ zunächst mit einfachen, lebensnahen Gegenständen wie Bretter, Klötze, Balken, Großwürfel, Kästen, Reifen, Rohre, Leitern, Seile, ... in die Tat um. Später folgten so genannte „Bauteile“, welche die Bewegungsthemen Schaukeln, Drehen und Fahren aufgriffen; sie wurden in den didaktischen Werkstätten der Universitäten Braunschweig und Lüneburg geplant und hergestellt. Auch die Baukastenidee Fröbels ist in die Entwicklung mit eingeflossen. Was Bauklotz, Würfel, Quader und Zylinder für die feinmotorische Entwicklung bedeutet, findet sich auf der Bewegungsbaustelle in großräumigen Bewegungen wieder.

In der Zeit von ersten Erprobungen des Konzeptes in Kindergärten und Grundschulen, über die Entwicklung von Modellkindergärten, bis hin zur Aufnahme der Idee in Ausbildungsgänge pädagogischer Fach- und Hochschulen – Miedzinski reiste in nahe und entfernteste Regionen, um die Bewegungsbaustelle bekannt zu machen, z.B. erstmalig auf dem Deutschen Turnfest 1983 oder im Rahmen eines Entwicklungshilfeprojektes 1989 mit dem Bau eines Spielplatzes in Lima/Peru. 1992 machte Miedzinski die Bewegungsbaustelle in Österreich bekannt.

Hagedorn hat die Idee der Bewegungsbaustelle von Miedzinski anvertraut bekommen und entwickelt seit 1996 als Familienunternehmen „Gebr. Hagedorn – bauen und spielen“ professionelle Bauteile, mit denen sich Kinder phantasievoll erproben können. Und weil das alles ein bisschen verrückt (aus dem spanischen) ist, darum heißen diese Bauteile auch genau so: LOQUITO.

Im Rahmen der damit zusammenhängenden Materialentwicklungen und aus vielen Beobachtungen der Spiel- und Bewegungsaktivitäten von Kindern auf Bewegungsbaustellen in Kindergärten liegt der Baukasten CUBITO im Sinne einer „Mini-Bewegungsbaustelle“ vor. Dieser Bausatz ist als Ergänzung zu den Bauteilen für die LOQUITO-Bewegungsbaustelle zu sehen, wobei wesentlich an eine schnelle Verfügbarkeit und problemloses Umsetzen der pädagogischen Möglichkeiten in die tägliche Praxis des Kindergartens gedacht ist.

Mit LAMAGICA – dem „Zauberkasten“ für die Bewegungsbaustelle präsentiert Ihnen Hagedorn die Neuentwicklung eines Klassikers nach der Idee von K. Miedzinski – ein Spiel- und Gerätesystem, das sich zwischen der Mini-Bewegungsbaustelle CUBITO und der Großbaustelle LOQUITO einordnet. Die spezielle, auf Symmetrie und Ordnung ausgelegten Konstruktionselemente ermöglichen stets neue Situationen, die Bewegungsanpassung verlangen, zu neuen Bewegungslösungen anregen und Kompetenzen auf personaler, sozialer und materialer Ebene fördern.


Drei Geräteprogramme – ein Grundgedanke:

Herausfordernde Lern- und Erfahrungsräume für zukunftsgerichtete Bewegungs- und Förderkonzepte!

Gebr. Hagedorn | Im Westerbruch 33 | 49152 Bad Essen | Deutschland | Tel. +49 (0) 5472 / 95 444 90 | Email info@hagedorn-spiel.de | Impressum