Wenn es die Aufgabe der Sportpädagogik ist, optimale Bedingungen für die Entwicklung der Handlungsfähigkeit der Kinder zu schaffen, dann kann das nur gelingen, wenn ihnen die geeigneten Orte für selbsttätigen Umgang zur Verfügung gestellt werden. Auf der Bewegungsbaustelle kann diese Vorstellung verwirklicht werden. So ist beispielsweise für TREBELS, in Anlehnung an GORDIJN (1975), spielerisches Bewegen „die handelnde Auseinandersetzung des Heranwachsenden mit der Welt und die Erfahrung seiner selbst. In dem das Kind und der Jugendliche neue motorische Erfahrungen macht und dies in der Abstimmung mit Gleichgesinnten, beginnt er sich seiner selbst und der Welt gewiss zu werden. Es ist eine Auseinandersetzung des Menschen mit der ihn umgebenen Welt, ein Handeln, bei dem Kinder und Jugendliche sich in ihrer Umgebung einbringen, sich neue sinnenhafte Dimensionen erschließen und dabei zunehmende Sicherheit und Stärke gewinnen. Anders als beim reinen Denken ist das sich Bewegen ein echter Dialog mit Fragen und Antworten, da auf jede Bewegung unmittelbare Rückmeldungen durch die Umgebung, den Körper, die Mitakteure und die Geräte erfolgen“ (1992).